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Hallo
Zusammen,
Die Arbeit
verläuft zur Zeit recht ruhig. Wir bereiten 5 Spinnereien auf die
Inbetriebnahme vor und sind dabei die 6 in Betrieb zu nehmen (insgesamt werden
es 12). Der Termin an dem die Schmelze kommt verschiebt sich wohl noch mal.
Wahrscheinlich
soll sie jetzt wohl am Samstag kommen, ade freier Sonntag.
Aber was
soll’s, je eher desto besser, desto eher komm ich nach Hause.
Das Wetter
ist zur Zeit auch ganz komisch. es ist wärmer geworden(ca.15-20°C), aber auch
schwüler.
Auf der
Baustelle wurde jetzt die Blasluftanlage in Betrieb genommen. Dadurch haben wir
jetzt 4 verschiedene Klimazonen (= 4 Etagen) und Geräuschpegel im Gebäude:
- warm und
schwül, laut
- heiß und
feucht, sehr laut
- normal
und laut
- noch
kühler und wieder schwül, relativ leise
D.h. ich
laufe jetzt den ganzen Tag mit Gehörschutz durch die Gegend. Nach 3 Tage nervt
das schon ganz schön.
Leider habe
ich auch auf allen Ebenen zu tun und muss mehrmals am Tag von oben nach unten
und wieder nach oben und wieder runter usw. Unser Office liegt in der Dritten
Etage, dort wo es am lautesten ist und die Bürotür hält nicht viel Lärm bzw.
feuchte ab. Die Chinesen haben auch eine komische Art Treppen zu bauen, die
Abstände der Stufen sind zu den verschiedenen Ebenen sind auch unterschiedlich.
Joggen brauche ich hier also nicht, Sport habe ich genug bei der Arbeit.
Hallo
Zusammen,
Da die
Schmelze bis zum Wochenende noch nicht da war, konnte ich die Zeit nutzen und
Schanghai besuchen. Unser Kunde hatte uns ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt.
Ein kurzer
Eindruck von meinem Schanghaibesuch:
Wir sind
morgens um 7.00Uhr vom Hotel abgeholt worden und waren kurz nach halb zehn am Pearl-Tower,
nach dem wir drei Chinesen (ohne dem Kontrabass) am nat. Flughafen abgesetzt
hatten und noch im täglichen Stau hängen geblieben sind. Der Pearl Tower ist
insgesamt 486m hoch und hat verschiedene Aussichtsplattformen, die Höchste in
einer Höhe von 350m.
Natürlich
haben wir alle Höhen (90m, 260m und 350m und das Schanghaimuseum) mitgenommen.
zuerst ging es auf die Höhe von 280m. Von dort hat man schon eine gute
Übersicht über die Stadt. Ganz oben wurden die Gebäude und Menschen noch
kleiner und man fühlte sich irgendwie erhaben und hatte dabei ein ständiges
Problem mit einem Leichtigkeitsgefühl. Leider waren die Fenster recht
schmutzig. Wir meinten noch scherzhaft, eine Reinigung wäre dringend nötig
gewesen, da kamen auch schon die Fensterputzer (in 350m Höhe nur mit einigen
Seilen gesichert!!) siehe Foto. Unvorstellbar! Insgesamt warfen wir gut 3h im
Tower. Anschließend haben wir unser Dolmetscherin gesagt, das wir günstige
Uhren kaufen wollten. Sie wusste zwar nicht wo man diese bekommen kann, hat
sich dann aber erkundigt und wir sind zu einem Markt gefahren, auf dem es
welche geben sollte. Kaum waren wir aus dem Taxi ausgestiegen (30 Min Fahrt =
2,20 Euro) wurden wir auch schon von Händlern mit Katalogen bedrängt, ein sehr
unangenehmes Gefühl. Wir sind erst mal auf den Markt gegangen und haben
verschiedene andere Fakes gekauft. Als ich mich dann für eine Uhr speziell
interessiert habe, sind wir von einem Händler an die Hand genommen worden und
in ein Hinterzimmer auf seinem Stand geführt worden. Dort kam er dann mit
seinen eigentlichen Schätzen heraus. Nun war es an der Zeit unserer
Dolmetscherin ihre Verhandlungskünste zu zeigen. Ich glaube sie hat ihren
"Job" ganz gut gemacht, da wir immer nur ein Drittel des geforderten
Preises gezahlt haben und die Händler teilweise richtig laut worden. Was Sie
gesagt haben, könnten wir leider nicht verstehen, aber die Händler haben immer
wieder versucht uns mit in die Verhandlung einzubeziehen, damit wir den Fehler
machen und einem (überhöhten) Preis zu zustimmen. Aber wir hatten vorher unsere
Anweisung erhalten, wie wir uns zu verhalten haben. Beim letzten Händler waren
wir so frech zu sagen, das der Preis immer noch zu hoch war und wenn er nicht
weiter runter geht, gehen wir zu seinem Nachbarn (es ging um 4 Uhren und eine
Differenz von 15 Euro) so das er doch noch Zähne knirschend darauf einging.
Anschließend waren wir noch Kaffeetrinken und mussten uns beeilen, das wir zum
vereinbarten Sammelpunkt kamen. Weil wir noch jemandem von int. Flughafen
abholen mussten. Uns blieb also nichts anderes übrig, als im Flughafen unser
Abendbrot zu essen. Aber es war zum Glück nicht zu teuer, dafür aber lecker,
pro Personen ca. 7 Euro inkl. Getränke.
Gegen
23.00Uhr waren wir dann zurück in Jangyin.
Ich hoffe
ich habe noch mal die Möglichkeit nach Schanghai zu kommen, um weitere
Sehenswürdigkeiten zu sehen und nicht nur auf dem Markt herum zu laufen.
Die Leute
die auf eine Ansichtskarte warten muss ich leider enttäuschen, ich habe zwar
eine aus dem Pearl-Tower verschickt, die natürlich Vorrang hatte und
(hoffentlich) in unserer Küche zu bestaunen sein wird (Eine Person genießt
besondere Priorität). Es sollte in der Innenstadt auch noch Karten geben, doch
habe ich leider keine gefunden. Wenn ich welche sehen, kaufe ich Sie ab jetzt
sofort, auf jeden Fall!! Versprochen !!!!
Bei der
Arbeit gibt es nicht viel neues. Die Schmelze lässt immer noch auf sich warten
und wir wissen ich so recht wann es losgehen wird. Wir haben zwar noch andere
Arbeit, doch so langsam wird es mal Zeit, das es los geht, ich möchte ja auch
bald wieder nach Hause kommen.
Das Essen
ist immer noch ok, und mit den Kollegen verstehe ich mich auch ganz gut.
Das Wetter
hat sich inzwischen stabilisiert bei ca. 18°C (im Windschatten) es soll aber
noch wärmer werden.
Und das
man(n) als Langnase angestarrt wir ist auch ganz normal. Irgendwann hat man
sich damit abgefunden und ignoriert es. Und so Exotisch sind wir Langnasen in
dieser Gegend auch nicht mehr und viele der Monteure haben auch schon einen
schlechten (europäischen) Eindruck bei den Chinesen hinterlassen.

Moin
Zusammen,
ich hoffe
ihr habt eine Menge Eier gefunden, und lasst Euch den Hasen gut schmecken. Zu
mindest gibt es heute im Hofbräuhaus Hasenbraten als Osterspezial. Den werde
ich mir nachher schmecken lassen. (Mittlerweile habe ich ihn mir schmecken
lassen, er hat auf dem Weg von Europa nach China leider nur eine magere
Marschverpflegung gehabt, die Soße war aber trotzdem lecker)
Letzte Woche
gab es auf der Baustelle einen Zwischenfall(= Unfall). Im Polywerk ist ein
Flansch des Diphylbehälter durch den Druck des Heizmediums geborsten und das
Gas ist ausgetreten. Das Gas (sehr feine Ölperlen) ist explosiv und giftig. Und
normaler Weise rauchen die Chinesen überall, auch wenn ein Rauchverbot besteht.
Diesmal war es wohl Glück, das kein Raucher in der Nähe war. Zum Zeitpunkt des
Unfalls (ca. 10.00Uhr) war ich mit einem Kollegen im Schaltschrankraum
(gefilterte, klimatisierte Luft) und haben nichts davon gemerkt. Ich bin dann
in unser Büro gegangen weil ich noch Werkzeug holen wollte, da liefen schon die
ersten Chinesen an mir vorbei (merkwürdig, weil Chinesen nie laufen, sondern
nur tippeln) und es lag ein komischer Geruch in der Luft. Mit mulmigen Gefühl
bin ich in das Büro, habe das Werkzeug geholt und wollte dann zurück in den
Schaltschrankraum, da liefen die letzten Chinese der 3. Etage an mir vorbei.
Das fand ich schon sehr verwunderlich, weil die Chinesen sonst nie laufen und
auf keinen Fall alle gleichzeitig weg sind außer von 11.30 bis 14.00 Uhr weil
Sie da zum Mittag sind oder vor Hunger umfallen. Also bin ich zügig zu meinem
Kollegen gegangen, aber auch dieser war nicht mehr an seinem Platz. Rauchen war
er auch nicht, weil wir erst gerade eine rauchen waren. Also habe ich mir da
gedacht: Hände in die Hand und raus hier! Der Weg über das Treppenhaus war von
der Luft wieder OK und draußen hatten sich schon alle versammelt und auf mich
gewartet. Dann sind Mitarbeiter mit Gasmasken in den gesperrten Bereich
zurückgegangen und haben durchgelüftet und den Wert des Gases gemessen. Nach 3h
war der Wert soweit zurückgegangen, das man wieder an den Arbeitsplatz gehen
konnte ohne seine Gesundheit zu riskieren.
Die
Chinesen achten schon auch die Einhaltung int. Normen, wenn es um solche
Probleme geht. Denn es gibt eine menge Ärger und Nachfragen wenn ein
Ausländer
auf einer Baustelle zu schaden kommt. Es besteht also kein Grund zur Sorge um
mich. Mir geht es gut und es sind keine Anzeichen einer Vergiftung zu bemerken!
Ansonsten
haben wir in dieser Woche wieder ein paar verschiedene Lokale ausprobiert,
Koreaner (scharf, aber lecker) und Brasilianer (sehr lecker, wenn sie mit Ihren
Spießen vorbei kommen).
Am heutigen
freien Sonntag haben wir die 4. längste Brücke der Welt besichtigt. Sie führt
über den Jiang (Yangtze) Fluss, der die Heizlinie von China beschreibt. Südlich
des Flusses (dort wohnen wir) wird nicht geheizt, nördlich davon schon. Dies
hat für uns sowohl Vor- als auch Nachteile.
Vorteil: die Luft ist besser, weil in China
noch mit Kohle geheizt wird.
Der
Nachteil: Die Restaurants und Häuser sind nur
lau warm oder kalt, weil normal nicht geheizt wird. Mittlerweile ist das Wetter
aber so gut, das man wirklich auf das heizen verzichten kann, im Normalfall
haben wir ca.18-25°C. Wenn die Sonne herauskommt auch wärmer. dazu ist es sehr
schwül und sehr, sehr staubig. Einen blauen Himmel habe bisher nur einmal nach
einem Regenschauer kurz gesehen. Auf den Fotos kann man auch die andere Seite
des Ufers nur erahnen, weil die Luft so trübe ist.
Die
Schmelze (das Produkt) aus dem wir die Fasern herstellen ist leider immer noch
nicht da, weil es 1. den Unfall gab und 2. das Kraftwerk Probleme mit der
Dampfversorgung hat, mit dem wird das Öl zum Heizen der Schmelze vorgewärmt.


Hallo
Zusammen,
mittlerweile
bin ich jetzt schon 5 Wochen in China. Mittlerweile sieht man nicht mehr viel
Neues. Die Einkaufsstraße mit den CD-Läden kennt man zu genüge und die anderen Wichtigen
Sachen hat man auch schon gesehen. Abseits der Einkaufsstraße gibt es nicht
viel zu sehen, außer der Armut die in dieser Gegend noch herrscht. das will man
sich an seinen freien Tag aber auch nicht antun, weil es einen sonst ganz
schnell deprimieren kann. Meine Auslöse für 2 Tage entsprechen schon fast einem
Monatslohn eines Arbeiters. Wir können hier ganz gut davon leben, weil einige
Nahrungsmittel dadurch wirklich günstig sind. Das Bier gibt es zum Beispiel im
Supermarkt für umgerechnet 30 Cent (655ml) und man kann es trinken. im
Restaurant kostet das gleiche Bier dann zwischen einem und zwei Euro, also
immer noch günstig. Wenn man dann allerdings in Hofbräuhaus geht, bezahlt man
4,50 für einen halben Liter (das Bier schmeckt dafür auch etwas besser und ist
gut gezapft). Ansonsten haben wir hier mittlerweile alle Restaurants durch und
gehen am Wochenende nur noch in die, welche uns besonders gut gefallen haben
(Brasilianer und Koreaner). Das Essen in der Kantine schmeckt mir zur Zeit auch
nicht mehr, so das sich mein Mittagessen auf Brot und Wurst mit Obst
beschränkt, deshalb essen wir dann Abends häufig noch mal im Hotel eine
Kleinigkeit.
Dadurch das
die Temperaturen jetzt steigen, fangen die Chinesen an die Straßen zu
reparieren. Das Bedeutet unsere Strecke zur Arbeitsstelle wird zweimal auf
einer Länge von ca. 3km von vier auf zwei Spuren verengt. Vor der Verengung
gibt es jedes Mal ein Chaos beim Reißverschlussverfahren. Denn aus den zwei
Spuren (pro Seite) werden dann kurzfristig mal eben vier und notfalls mal fünf
Spuren gemacht. Der Fahrer ist jedes mal verärgert, wenn er jemanden
durchlassen muss. Das es dabei nicht zu mehreren Unfälle kommt wundert mich
immer wieder. Einen Tag dachte er sich er fährt mal eine andere Strecke, damit
er den Stau umfahren kann, der Weg hat aber noch länger gedauert, als der Stau.
Allerdings haben wir bei der Stecke viele neue Eindrücke vom Landleben (direkt
neben der Stadt) sehen können. Wir sind an einem Ziegelwerk (reine Handarbeit)
und einem Tempel vorbei gekommen. Auch sind wir etwas dichter an den
umliegenden Hügeln vorbei gefahren und konnten sehen, das die Hügel tatsächlich
abgetragen werden, weil sie den Sand (oder Lehm) zum Auffüllen der Flächen auf
den neuen Baustellen benötigen. Neue Baustellen gibt es hier beträchtlich. Es
wird am Rande und in der Stadt an fast jeder Ecke gebaut. Entweder große
Wohnblocks oder im Industriegebiet neue Fabriken. Es ist einfach Wahnsinn wie
viel hier gebaut wird.
Bei unserem
Ausflug nach Schanghai haben wir dem Fahrer gezeigt, das der Schlitz über dem
Radio ein CD-Laufwerk ist. Leider konnte er den Player nicht richtig bedienen
und hat immer nur den Anspielmodus angemacht, bis wir die CD wieder heraus
genommen waren. Ein paar Tage später (auf dem Weg zur Arbeit) hat er dann eine
eigene CD eingelegt. die hören wir jetzt seit 10 Tagen rauf und runter.
Entspannungsmusik Popmusik mit klassischen Instrumenten, eigentlich nicht
schlecht, aber nach 10 Tagen fast nicht mehr ehrtragbar. Ich habe ihm dann eine
CD gebrannt, die konnte der Player aber leider nicht lesen, eigentlich schade,
denn neue Musik wäre mal nicht schlecht.
Bei der
Arbeit gibt es auch nicht viel neues, die Schmelze ist noch nicht da, soll
jetzt aber wirklich in den nächsten Tagen (eigentlich am Montag) kommen. Der
Kunde arbeitet auch stark darauf hin. Man sieht es an den Putzkolonnen, die
durch das Werklaufen und den Schmutz verteilen. Ein Systematisches Putzen ist
hier wohl unmöglich, auch wenn man der Vorarbeitern mehrmals sagt, immer von
oben nach unten und regelmäßig das Wasser wechseln, so wird trotzdem da
geputzt, wo man meint, das gerade am meisten Schmutz ist. Dadurch verteilt sich
der Schmutz immer wieder, weil
von oben
neuer Schmutz immer wieder nach unten fällt.
Hallo Zusammen,
am Mittwoch ist
endlich die Schmelze gekommen. Dadurch ist das schöne Leben erst mal vorbei.
Wir haben auf Schichtbetrieb umgestellt und ich habe die Nachtschicht
übernommen. Das heißt ich fange abends um 8.00 Uhr an zu arbeiten und muß bis
morgens um 8.00 Uhr durchhalten. Heute (in der Nacht zum Sonntag) haben wir die
letzte Schicht geschoben. Dadurch hat der Kunde in den ersten Betreibstage eine
Rundumbetreuung genossen. Zum Glück sind bis jetzt noch keine gravierenden
Probleme aufgetreten. Der Kunde hat die Anlage jetzt ganz gut im Griff. Es war
schon ein spannender Moment, als die Ventile geöffnet wurden und die Schmelze
endlich fließen konnte. Der Kunde hat erst mal mit einer Spinnerei angefangen
und eine Menge Müll (ca. 50t = 1/2 Tag) produziert (die Leitungen mußten noch gespült
werden). Erst danach konnte das Produkt wirklich gesponnen werden und über die
Faserablage in Kannen abgelegt werden. Fotos reiche ich später mal nach, denn
ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Am Samstag hat der Kunde dann angefangen
die zweite Spinnerei anzufahren. Auch hier gab es bis jetzt keine Probleme.
Meine restliche Zeit in China (voraussichtlicher Reisetermin ist der 10.Mai)
werde ich damit verbringen die beiden letzten Linien in Betreib zu nehmen und
die Software in allen Anlagen anzugleichen. Der Kunde hatte, wie üblich, bis
zum Schluss noch Änderungswünsche. In der Nachtschicht haben wir natürlich an
der Inbetriebnahme der ausstehenden Linien weitergearbeitet, das hat eine Menge
gebracht, schlaucht aber auch ganz schön. 12 Stunden ist eine ganz schön lange
Zeit, gerade wenn man nicht (wie die Chinesen) eine Pause von 3-4h zum Schlafen
einlegt. Die Chinesen können immer und überall schlafen, es ist nicht
vorstellbar, bei welchem Lärm und in welcher Position es möglich ist (beim Bund
habe ich schon viel erlebt, doch das hier ist nicht zu toppen!). Mir würden
anschließend alle Knochen weh tun und Erholung wäre es auch nicht.
Der Frisörbesuch war ganz witzig. Natürlich haben wir erst mal einen Kollegen zum "Vorschneiden" vorgeschickt. Nachdem wir den Schnitt für ok befunden haben, haben wir uns auch getraut. Wir kamen in den Laden und wurden sofort auf einen Stuhl gesetzt und dann auf Englisch gefragt, ob mit Waschen oder ohne. Wir haben uns für Waschen und Schneiden entschieden. Gewaschen wurden die Haare auf dem normalen Stuhl. Mit Shampoo im Haar wurde dann auch die Kopfmassage durchgeführt. Davon kann sich meine "normale" Frisörin sich gerne eine Scheibe abschneiden, es war ausdauernd und entspannend. Zudem wurden verschiedene Druckpunkte lokalisiert und dann auch gleich eine Akupressur eingelegt. Überschüssiger Schaum wurde im Papierkorb entsorgt. Erst zum Ausspülen ging es dann an einen der beiden Waschstühle. Anschließend kam der "richtige" Frisör und hat sich den "alten" Schnitt angeschaut und angefangen zu schneiden. Beim ersten Schnitt zeigte er wie viel er abschneiden will. Durch Nicken wurde ihm das ok gegeben. Dann war er wie wild am schnippeln und und hat die Haare ausgedünnt und anschließend in Form gebracht. Das Ergebnis ist zufriedenstellend und wurde von meinen Kollegen heute morgen noch erkannt und nicht veräppelt. Also sieht es wohl auch hinten nicht so schlimm aus. Bezahlt haben wir ca. 3Euro pro Nase (die Preise hätte ich auch gerne in Deutschland).
Zur Zeit schaue ich
Formel 1 und nachher werde ich evtl. noch Fußball (Premiere sendet auf
Chinesisch) gucken, wenn ich nicht vorher einschlafe (dann werde ich aber auf
dem Bett liegen und schon alles fürs schlafen vorbereiten, so das ich nur noch
den Fernseher ausschalten muss.
Ich freue mich
schon wieder auf Deutschland und hoffe, das der Termin zu halten ist.
Hallo
Zusammen,
Meine Zeit
hier in China neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Mein voraussichtlicher
Heimkehrtermin ist der 11. Mai (nein, Andreas an dem Dienstag möchte ich noch
kein Snooker spielen ;-)) ). Der Posaunenchor muss auch noch etwas länger
warten, bis ich wieder an der Probe teilnehmen kann, da ich an einem Tanzkurs
teilnehmen möchte.
Ich freue
mich schon wieder auf zu Hause. Auch wenn es mir hier nicht schlecht geht, zu
Hause ist es doch am schönsten.
Gestern ist im Hofbräuhaus das Bier-Festival eröffnet worden. Es gibt Maibock und eine spezielle Speisekarte. Zudem werden verschiedene Spiele (Wetttrinken usw.) durchgeführt. Natürlich mussten auch einige von meinen Kollegen bzw. deren Frauen daran Teilnehmen. Die anderen hatten dadurch leider keine Chance. Ich habe mich fein zurückgehalten und "nur" angefeuert. Die Preise (Bier) wurden dann geteilt. Heute (am Sonntag) hatte ich dann endlich mal wieder die Chance auszuschlafen. Nachher werden wir noch mal Schoppen gehen, es gibt hier angeblich einen Laden der Ansichtskarten haben soll. Mal sehen ob wir ihn finden und ob der Laden genügt Karten hat. (ja es gab welche, jetzt muss ich nur noch die Adressen eintragen und dann geht es ab)
Bei der
Arbeit gibt es nicht viel neues. Es laufen zur Zeit 3 Spinnereien ohne größere
Probleme. Man merkte in der letzten Woche nur, das es auf den Feiertag zu geht.
Es waren immer weniger Bediener vor Ort und die guten haben sich frei genommen.
Der 1. Mai ist hier auch ein Feiertag (zusätzlich der 3.Mai), aber hier wird
dann mindestens eine Woche nur Notbetrieb gefahren. Ich hoffe der Kunde findet
keine Mängel an der Anlage, so das nichts gegen mein Abflugtermin spricht.
Kleinere Probleme lösen wir schnell, nur wenn noch gravierende Mängel auftreten
werde ich den Termin verschieben.